Sicherheit und Stabilisierung
Bevor belastende Erfahrungen bearbeitet werden, ist es wichtig, dass das Kind oder der Jugendliche ausreichend Sicherheit und innere Stabilität erlebt.
Dazu gehören unter anderem das Erkennen und Regulieren von Gefühlen, der Aufbau hilfreicher innerer Vorstellungen, Ressourcenarbeit sowie das Erlernen von Übungen zur Beruhigung und Selbststeuerung.
Das Vorgehen wird immer an das Alter, den Entwicklungsstand und die aktuelle Belastbarkeit angepasst.
EMDR
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Es handelt sich um ein psychotherapeutisches Verfahren zur Verarbeitung belastender oder traumatischer Erinnerungen.
Während der Behandlung richtet das Kind oder der Jugendliche die Aufmerksamkeit behutsam auf einzelne Aspekte einer belastenden Erinnerung. Gleichzeitig erfolgt eine altersgerecht angepasste bilaterale Stimulation, beispielsweise durch angeleitete Augenbewegungen oder abwechselnde taktile Reize.
Ziel ist es, belastende Erinnerungen besser einzuordnen und die damit verbundenen Gefühle, Gedanken und körperlichen Reaktionen zu verringern. EMDR wird nur nach sorgfältiger Diagnostik und bei entsprechender Indikation eingesetzt.
Weitere traumatherapeutische Methoden
Je nach Alter und individuellem Bedarf können weitere stabilisierende und traumatherapeutische Verfahren einbezogen werden.
Dazu gehören unter anderem Elemente aus:
PITT-KID · KReST · Ressourcenarbeit · imaginative und stabilisierende Verfahren
Die Methoden werden nicht schematisch angewendet, sondern individuell auf das Kind oder den Jugendlichen abgestimmt.